Mp Besuch Im Wacker Werk Nuenchritz 8123

Treibende Wirtschaftskräfte im ländlichen Raum - WACKER-Werk zeigt wie es geht

Gemeinsam mit Ministerpräsident Kretschmer im WACKER-Werk in Nünchritz

1900 als Chemiestandort gegründet, gehört das Werk Nünchritz seit 1998 zur Wacker Chemie AG. Seitdem wurde es mit Investitionen von mehr als 1,5 Mrd. € zu einem der weltweit größten und modernsten Standorte für Produkte auf Basis von Silicium ausgebaut. Hergestellt werden in Nünchritz unter anderem Kleb- und Dichtstoffe aus Silicon, die in der Elektronik-, Automobil- und Bauindustrie Verwendung finden, siliconbasierte Imprägniermittel und Entschäumer, hochreines polykristallines Silicium für Solarzellen und pyrogene Kieselsäuren, die unter anderem als Additiv zur Steuerung der Fließfähigkeit von Lacken und Klebstoffen dienen.

Gemeinsam mit Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte ich heute Abend das WACKER-Werk in Nünchritz besucht, um Gespräche mit Unternehmensführung, Werkleitung, Betriebsrat und Mitarbeitern zu führen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Einfluss des Werks als wichtiger Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum sowie die wirtschaftlichen Nachteile, die dem Standort durch steigende Strompreise entstehen. Mit rund 1.500 Mitarbeitern ist das Werk Nünchritz der Wacker Chemie AG der größte Chemiearbeitgeber in Sachsen.

Begleitet wurde Michael Kretschmer und ich zudem von Landrat Arndt Steinbach. Nach einem Gespräch mit Jutta Matreux, der neuen Werkleiterin in Nünchritz, besuchte die Delegation eine Messwarte in der Polysilicium- Produktion und führte anschließend Gespräche mit Mitarbeitern und Arbeitnehmervertretern.

Auguste Willems, Vorstandmitglied der Wacker Chemie AG, nutzte die Gelegenheit, um den Ministerpräsidenten und seine Begleiter für die hohen und weiter steigenden Stromkosten am Standort Deutschland zu sensibilisieren, die ein Unternehmen wie WACKER im internationalen Wettbewerb benachteiligen. „Energieintensiv wirtschaftende Industrien wie die chemische Industrie benötigen Versorgungssicherheit und Rahmenbedingungen, unter denen sie wettbewerbsfähig bleiben können“, erklärte Auguste Willems. Dies sicherzustellen sei Aufgabe der deutschen Politik.

Michael Kretschmer hob anlässlich des Besuchs die Bedeutung der chemischen Industrie für die Wirtschaft im Freistaat hervor. „Als größter Arbeitgeber der Chemiebranche in Sachsen stärkt das WACKER-Werk in Nünchritz vor allem auch die wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum“.